Lächeln

Lächeln analysieren

Ein Lächeln ist was Tolles, aber nicht jederzeit wirklich so gemeint. Die Frage lautet nämlich: Wo im Körper, in welchem Bereich entspringt das Lächeln, welche Bahnen zieht es bis hin zum Mund? Wer jemanden lächeln sieht, kann seine visuellen Fähigkeiten nutzen und so genau wie möglich schauen; oder seine kinästhetischen Fähigkeiten nutzen und so genau wie möglich in den Körper des Anderen hineinspüren; oder seine mentalen Fähigkeiten nutzen und die Grundkenntnisse der Mimik und Gestik aus dem Bereich Körpersprache abrufen – all dies führt man in einer sachlichen Beschreibung zusammen und ordnet es den eigenen Empfindungen und Gefühlen zu.

Kopf, Herz oder ganzer Körper

Die drei häufigsten Erscheinungsformen eines Lächelns sind: das Lächeln des ganzen Körpers, das Lächeln aus dem Herzen, das Lächeln aus dem Kopf. In der Realität gibt es auch andere Erscheinungen, bei der weitere Körperbereiche in das Lächeln mit einbezogen oder von ihm ausgeschlossen werden. Ist das Lächeln dem Kopf entsprungen, von ihm aufgesetzt (wie wir es häufig bei Politikern beobachten können), dann sind Herz und Bauch nicht an diesem Lächeln beteiligt. Der Volksmund weiß darüber Bescheid und nennt es ein aufgesetztes oder falsches Lächeln. Beim Body Reading belassen wir es bei dieser einfachen Unterscheidung (falsches oder echtes Lächeln) aber nicht.

Nicht selten trifft man lächelnde Menschen, deren Fröhlichkeit dem Herzen entspringt, die gleichwohl aber nur den oberen Rumpf und den Kopf mit in Aktion treten lässt. Man sollte meinen, dass dieses Lächeln echt ist; schließlich kommt es aus dem Herzen. In solch einem Fall spricht nichts dagegen ein derartiges Lächeln als herzlich zu bezeichnen; aber der ganze Körper ist nicht beteiligt. Und dieser ganzkörperliche Ausdruck ist die eherne Grundlage eines Gefühls, zu der die Freude, die sich in einem Lächeln oder Lachen offenbart, gezählt werden darf. Diese Form des „Herzlächelns“ kommt unter anderem bei Menschen mit spirituellem und zugleich asketischem Hintergrund (Nonnen, Mönche etc.) vor. Das Lächeln entspringt dem Herzen; doch Bauch und besonders das Becken sind nicht in den Gefühlsausdruck mit eingebunden – weil Empfindungen in diesen Körperbereichen im Rahmen der religiösen Verordnung nicht geduldet oder erlaubt sind.

Ein solches Lächeln wird im Gegensatz zu demjenigen, das dem Kopf entspringt, selten bewusst angesteuert. Es ist vielmehr das Abbild der grundlegenden Energieverteilung im Körper, die sich unbewusst im Rahmen der eigenen Biographie gebildet hat. Dasjenige Lächeln, das wirklich als ausdrucksharmonisch gelten kann, ist das des ganzen Körpers. So wie es jedes Kind bis zu einem gewissen Alter automatisch macht, wie man es auch als Erwachsener – so man sich denn eine vollkommene Ausdrucksharmonie für das Gefühl der Freude bewahrt hat – jederzeit machen kann.

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