Körpergeschichte

Body Reading als Wissenschaft

In der Medizin hat sich der Begriff „Sternum“ als Bezeichnung für das Brustbein durchgesetzt. Das gilt überall, wo wissenschaftlich gearbeitet wird. Helium ist die Bezeichnung für das erste Edelgas in der Elemente-Skala und seine physikalischen und chemischen Voraussetzungen sind in der Vereinbarung der Menschen, die sich damit beschäftigen, gleich. So gilt es für tausende akademische Lehrsätze. Aber es gibt keine Wissenschaft des Body Readings; aber es gibt zahlreiche Ansätze, die sich darin versuchen, es wissenschaftlich zu benennen. Anatomie, Biomechanik, Physiologie, Psychologie und vor allem die leibhaftige Biologie helfen uns, Body Reading tiefer spüren zu können.

Body Reading als Körperdiagnostik

Body Reading ist eine Methode der Körperdiagnostik. Sie findet Anwendung in der Körperpsychotherapie, der Verhaltenstherapie und der Kommunikationsarbeit – sowie im täglichen Leben, dann aber ohne Bezeichnung. Das Vorgehen ist: der Praktiker gewinnt Erkenntnisse aus Organisation, Körperenergie, Bewegungsdynamik und Verhalten; er kann sagen, welche Schulter höher ist, wie die Füße positioniert sind, in welche Richtung der Körper zielt, wie die Arme rotieren, die Augen zirkulieren oder der Brustkorb und das Becken stehen. Daraus gewinnt der Praktiker Hypothesen oder Annahmen über Empfindungen, Gefühle, Gedanken, Krankheiten, Wünsche oder Defizite des Klienten. Ob diese genau mit denen des Gegenübers in Einklang sind, ist unerheblich. Die Hypothese ist die Übersetzung des zwischenmenschlichen Ausdrucks und keine messbare Energie. Gleichwohl kann es im Verlauf der Anwendung durchaus so erscheinen.

Body Reading erzählt die persönliche Geschichte

Der Body Reader fragt nach den Ursachen der Haltung, nach den persönlichen und kulturellen Einflüssen. Zunächst formt den Menschen seine Konstitution, seine Genetik; und darüber hinaus seine Erfahrung, die sich aus Prägung und Konditionierung zusammensetzt. Prägung meint frühkindliches, nicht veränderbares Lernen, Konditionierung meint später erworbenes, veränderbares Lernen. Die Haltung wird von der Konstitution bedingt, und von Prägung und Konditionierung verwirklicht. So entsteht die eigene Körpergeschichte.

Jeder Hinweis – in den Bauch atmen, den Bauch einziehen, Schultern locker lassen, Kopf gerade, Füße nach außen, Po feste zusammen – formt. Je öfter der Mensch beauftragt wird, umso mehr folgt der konditionierte Körper. Jedem sich herschenken, sich zurückziehen, sich schützen, sich klein machen folgt der Körper. So entsteht – ob mit Kommandos von außen oder innen – ein Körper, der sich in unterschiedlichen und häufig verschobenen Stellungen offenbart – und seine eigene Geschichte nach außen darstellt.

body reading

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